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Euer Studium

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    • Hello Leute.

      Dieser Thread geht an die Leute, die bereits studieren und diejenigen, die es in Erwägung ziehen zu studieren. Ich würde gerne Erfahrung austauschen mit denen, die schon studieren und die, die es möchten eine Gelegenheit bieten Fragen rund ums Studium zu stellen.

      Was mich besonders interessiert sind eure Studienbedingungen (Anzahl der Kommilitonen, Studiengebühren, Art der Vorträge, Wochenstundenanzahl, Pflichtveranstaltungen, Lage der Uni etc) und eure Studienbelastung.

      Ich bin ja von Freiburg nach Hamburg gewechselt und muss sagen, dass Hamburg krass viel besser organisiert ist als Freiburg. Freiburg befindet sich ja in aktuellen Rankings im "freien Fall" (natürlich immer noch _sehr_ gut) wegen der schlechten Betreuung der Studenten. Und das kann ich nur Unterstreichen. Die Betreuung ist wirklich miserabel. Man muss sich um alles selbst kümmern, es gibt eine einheitliche Seite, wo alle Lehrstühle der Uni sind, man bekommt keine privaten E-Mails, muss sich alles selbst besorgen und verpasst 10000 Termine und Gelegenheiten furchtbar!!

      In Hamburg wird die ganze Uni über stine geregelt. Du kriegst die ganze Zeit E-Mails mit Erinnerung an wichtige Termine, tollen Veranstaltungen und sonstige Übersichten. Man meldet sich zu Klausuren und Kursen an, hat ein Vorlesungsverzeichnis, Studiengebührenübersicht einen interaktiven Stundenplan und eine Übersicht der kostenlose Angebote! (Japanische Rechtseinführung, Spachkurse und und und)

      Das gefällt mir wirklich super gut. So verpasse ich nichts und habe eine einheitliche Übersicht über alle Sachen die wichtig für mich sind.

      Wie wird das bei euch gehandhabt?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von pheX ()

    • Ich hab vor in München Archäologie mit Lehramt zu studieren.
      Archöologie da es meiner Meinung nach kulturell mehr beinhaltet als ein normales Geschichtestudium und Lehramt um eine alternative zu einem recht ertragslosen Studium zu haben (wie mir von so manchen erzählt wurde)
      Setz mein Ziele halt auch nicht so hoch, möcht einfach iwann nur eine Arbeit mit der meine Existenz gesichert ist und, dass ich mir hin und wieder einen kleinen Luxus leisten kann (wenn ich meinen aktuellen Lebensstil mit gleichaltrigen Vergleiche bin ich eig fast schon zu genügsam und denk mir ich könnt eig mehr fordern)

      Naja egal.

      Eig war meine Frage wie München (studiert nich auch Raven dort?) als Studienort so is und wie das mit Lehramt (Yomi macht das doch, wenn ich mich nicht täusch) abläuft?


      und thx für pheX für einen wirklich guten Thread
      [SIGPIC][/SIGPIC]
      [COLOR="#000080"]Sig and Ava by Vellocet<3[/COLOR]
      In Hitlers Atelier auf der Suche nach der Farbe Schlecht.
      [INDENT]-Retrogott[/INDENT]
    • Original von Ryu
      Passt vielleicht nicht ganz ins Topic, aber ich wollte mal fragen wie du darauf gekommen bist Jura zu studieren.
      Wolltest du wirklich Anwalt werden, oder war das eher sowas spontanes, weil du gerne Leuten Paragraphen um die Ohren haust? ;D


      Erstmals auf den Gedanken Jura zu studieren bin ich mit 11 gekommen. Davon war ich lange Zeit sehr überzeugt, bis ich dann mit 16 gesagt habe, dass es mal Zeit ist sich etwas mehr mit der Materie auseinanderzusetzen. Ich habe dann ein Praktikum bei einer Kanzlei gemacht, was mich so begeistert und umgehauen hat (vor allem das Arbeitsrecht!!) das ich das unbedingt studieren wollte.
      Hab mich dann entsprechend in der Schule angestrengt und habs studiert, und voilá :)
    • Danke Hans, du hast mir soeben den Gedanken, nach der Ausbildung zum Rechtspfleger noch Jura dranzuhängen, aus dem Kopf geschlagen ;D Ich weiß zwar, dass das Ganze sehr lernintensiv ist und ich an meine Grenzen stoßen werde (habe für's Abi zumindest nie mehr als ne Woche vorher gelernt und trotzdem 2,7 geschafft xD), aber ich war noch nie lerntechnisch so dermaßen wie du ausgelastet. Aber das reizt mich auf jeden Fall, weil das imo ne Möglichkeit ist sich von den Anderen abzuheben und sich zu beweisen, Anderen und sich selbst gegenüber.
    • Ich studier mit einer zusammen, die zuerst ne Ausbildung zur Rechtsanwaltfachangestellten gemacht hat (heißt das so? Ich glaube schon) und jetzt Jura studiert. Sie ist ganz zufrieden, aber ihr in Heidelberg begonnenes Studium hat sie nur ganz knapp geschafft. In Hamburg läuft es besser, aber alles immer nur sehr knapp bestanden.

      Karrieretechnisch aufjedenfall ein guter Weg. Aber die Uni muss gut überlegt sein ;)
    • Nach der Ausbildung selbst bist du bei uns Justizinspektor oO

      edit: Achso, für mich klingt das schon eher nach nem spezielleren Beruf, den sie hat. Als Rechtspfleger durchläufst du bei der Ausbildung ja alle möglichen Instanzen (kleinsten bis größten Gerichtshöfe und Staatsanwaltschaften). Und sie arbeitet scheinbar für Rechtsanwälte, was ja in Kanzleien stattfindet. Also nicht das Gleiche.
    • Studiere in Bayreuth Mathematik.

      Betreuung finde ich sehr gut - viele Rundmails, Hinweise, Ergänzungen und so weiter. Hat irgendwie schon einiges von Schule. *g*

      Die Belastung schätze ich auch als hoch ein, soll aber nach dem zweiten Semester etwas abfallen.
      Eine typische Woche enthält bei mir 14 Vorlesungsstunden und sieben Übungsstunden. Nun, das ist relativ wenig, aber an dieser Stelle sei gesagt, dass man mehr als genug Zeit für die Vor- und Nachbereitung der Vorlesungen sowie für die Bearbeitung der Übungsblätter braucht.
      Pro Woche hatte ich im vergangenen Semester vier Übungsblätter zu bearbeiten. Zwei davon enthielten in der Regel fünf Aufgaben, die man bei konsequenter Bearbeitung in je 8-9 Stunden erledigt hatte. Ein anderes enthielt ca. 5-6 Aufgaben, war aber wesentlich schneller erledigt, meistens so in 1,5 Stunden. Das Übungsblatt zum Programmierkurs enthielt nur zwei Aufgaben, die man meist so in zwei Stunden durch hatte, vorausgesetzt man hat in der Vorlesung aufgepasst und musste den Stoff nicht nacharbeiten, was zum Ende hin immer mehr vorkam.. *g*
      Man hat eine Woche Zeit für die Bearbeitung jedes Übungsblattes, die sollte man auch nutzen. Allerdings war es meistens so, dass man das Blatt am Montag abgeben musste und am Sonntag um 16 Uhr damit angefangen hat. Das endete meistens so, dass man dann um 2 Uhr nachts damit fertig war oder keine Lust mehr auf die Bearbeitung einer Aufgabe hatte. Dies führt dann dazu, dass man die ganze Woche über unausgeschlafen ist.

      Die Übungsblätter werden von Studenten aus höheren Semestern korrigiert. Bis auf Analysis war ich auch mit der Korrektur mehr als zufrieden. Es wurden ausreichend viele Korrekturhinweise gegeben, Bepunktung wurde gut begründet, usw.

      Ich bin froh, dass ich nicht soviele Klausuren schreibe als Mathematikstudent. Auch das Wort Hausarbeit kommt in meinem Wortschatz quasi nicht vor. Bei mir sind Semesterferien eben noch wirklich Semesterferien und das finde ich auch gut so, weil die Belastung doch enorm hoch ist und ich einfach mal eine Pause brauche.

      Wenn ihr noch Fragen habt - nur zu.
    • Wow. Ich möchte auch ein Praktikum machen, am besten eines für beide Fächer zwischen denen ich stehe. Ich bin echt froh, dass ich nen Termin für ein Bewerbungsgespräch organisiert habe.

      Und wenn ich schon sehe, welchen Belastungen ihr ausgesetzt seid, und wie wenig ich eigentlich für die Schule tu, dann motiviert mich das total auch mehr zu tun! ^^
    • Original von Staco
      Weist du, was genau du für Berufsperspektiven mit Mathematik hast, Andy?

      Ich bin nicht Andi, aber ich bin mal so frei:

      "Die arbeitslosen Mathematiker passen in einen Bus" (oder so)
      So wurde uns damals die Frage nach Berufsaussichten erklärt.

      Oft wird Mathematik als schwerstes Studienfach gehandelt (hab auch schon Physik gehört). Ein Professor in Passau hat das auch mal ganz gut begründet.
      Jedenfalls ist es so, dass du, wenn du ein sooooo schweres Studium schaffst, eigentlich überall gern gesehen bist, da man davon ausgehen kann, dass du jede andere Thematik bzw. Kompetenz dir aneignen kannst.


      Wie sehr unterscheidet es sich von der "Schulmathematik" und was sollte man gut können, um mitzukommen etc.?


      Ich hab eine Woche Probestudium Mathematik in München (LMU) gemacht und es ist schon ziemlich schwer (sag ich als halbwegs guter Mathe-LK-Schüler).
      Hauptunterschied ist wohl, dass du in der Schule zu 95% lernst, wie du bestimmte Dinge ausrechnest bzw. auf die Lösung einer Fragestellung kommst.

      Mathe im Studium gibt dir die Lösung vor und sagt dann: "Beweise (mit Axiomen und purer Logik), dass diese Lösung stimmt"

      Dazu kannst du ja mal in Andis neuen Post im Blog-Unterforum schauen.


      edit: Wenn du Mathestudium schaffen willst, solltest du in der Schule kaum Probleme gehabt haben (Mathe-LK) bzw. keine (Mathe-GK). Ich will keinen abschrecken, allerdings ist es wirklich kein Pappenstiel.
      Grundsätzlich würd ich ohnehin ein einwöchiges Probestudium bzw. "Sommercamp" (und was es alles gibt) empfehlen, da sieht man am ehesten, ob einem Uni, Studium und natürlich das Studiumsfach gefallen.
    • Bin gerade in ner Lernphase (heute seit halb 3 in der UB und noch bis um 12 da, wäre auch schon ab 8 morgens da eigentlich, aber ich war gestern zu voll :D) und hab jetzt nicht Lust groß was zu schreiben, werd das aber die Tage mal noch machen.

      Andi: Wieviel musst du an der Uni BUYreuth für deinen Abschluss zahlen? :D

      Wollte noch anmerken, dass ich in der Schule eigentlich gar nix gelernt oder gemacht hab und ich glaube das der Stoff allein bei mir im ersten Semester den Umfang von 13 Jahre Schule übersteigt ^^'
    • Original von Staco
      Weist du, was genau du für Berufsperspektiven mit Mathematik hast, Andy?

      Eigentlich kann ich alles machen. Versicherungen, Banken, irgendwas in der Informatik, oder an der Uni bleiben, als wissenschaftlicher Mitarbeiter. Letzteres wäre auch mein Traumberuf. Kannst aber auch alles andere machen.

      Original von Staco
      Wie sehr unterscheidet es sich von der "Schulmathematik" und was sollte man gut können, um mitzukommen etc.?

      Voraussetzungen sind meiner Meinung nach nur: logisch denken können, Spaß an den Aufgaben haben.
      Nun, was unterscheidet die Hochschulmathematik von der Schulmathematik... in der Schule werden bestimmte Sachen einfach als "gegeben" vorausgesetzt, ohne auf den Hintergrund einzugehen, warum etwas so ist, wie es ist. Das ist in der Uni anders. Die ganze Mathematik wird auf wenigen Grundannahmen systematisch aufgebaut, dazu zählen z.B. das Assoziativgesetz, das Distributivgesetz, das Vorhandensein eines Inversen und neutralen Elements. Und daraus wird dann immer weiter gefolgert.
      Auch einer der Hauptunterschiede ist, dass in der Schule viel mehr geometrisch gemacht wird... Stetigkeit heißt in der Schule "Eine Funktion ist stetig, wenn man ihren Graphen ohne abzusetzen durchzeichnen kann"... in der Uni hast du da eine genaue, präzise Definition dafür, die grob (und unmathematisch formuliert) sagt: Für alle Epsilon gibt es ein Delta so dass gilt: Wenn der Abstand zwischen zwei x-Werten kleiner als Delta ist, muss der Abstand von den zwei dazugehörigen Funktionswerten kleiner als Epsilon sein.
      Mit dem Sinus und dem Cosinus ist es ähnlich - die werden in der Uni nicht mehr geometrisch gedeutet. Man redet nicht mehr von rechtwinkligen Dreiecken und welche Seite nun Sinus und welche Cosinus ist. Das wird allerhöchstens als kleine Erklärung in der Vorlesung verwendet. Ansonsten werden der Sinus und der Cosinus durch Reihen (Summen mit unendlich vielen Summengliedern) entwickelt.

      Wenn du möchtest, kann ich dir mal auch 2-3 Übungsblätter schicken, die etwas mit dem Schulstoff übereinstimmen. Ganz tun sie das allerdings nie.